A PROPOS DE L’ASSOCIATION « RICCIACUS FRËNN »

Le 16 mai 1977 des fervents de l’histoire romaine et de l’archéologie se sont réunis à la mairie de Dalheim pour fonder une association de soutien et d’encouragement en faveur du projet archéologique des pouvoirs publics avec pour objet « d’encourager, de promouvoir et de soutenir toute activité en vue de la mise à découvert des vestiges romains à Dalheim et environs … ».

Site Internet : www.ricciacus.lu

   

   
   
 

 
Ricciacus

Die Böden des Großherzogtum Luxemburgs gelten unter Archäologen als wahre Goldmine. Hierbei spielt Dalheim, die einst größte römische Siedlung des Landes, eine wichtige Rolle. Der fruchtbare Boden lockte die Menschheit bereits sehr früh nach Dalheim, wie zum Beispiel mehrere Wandervölker, die die Region jedoch nicht dauerhaft besiedelten. Diese Volker werden anhand ihrer Werkzeuge charakterisiert, wie beispielsweise die Bandkeramiker, welche sich als die ersten Ackerbauern der Regionen identifizieren.

Die Kelten sind jedoch das erste Volk von dem es schriftliche Aufzeichnungen gibt, die ihre Besiedlung des heutigen Dalheims beweisen. So befand sich unter anderem ein Gebiet oberhalb von Dalheim, welches die „Treverer“, also ein keltischer Stamm, bewohnte.

Die Eroberung Galliens und die Unterdrückung des keltischen Volkes durch den römischen Heerführer Gaius Julius Caesar erfolgte durch Feldzüge in den Jahren 58 bis 50 v. Chr. und brachte die Romanisierung der Region mit sich. Der durch die Romanisierung herbeigeführte Fortschritt, die Sicherheit, der Frieden und die Verwaltung betreffend, zog eine beträchtliche Verbesserung in zahlreichen Bereichen wie zum Beispiel der Landwirtschaft, des Verkehrs und der Bildung nach sich. Aber auch für die Wirtschaft, den Handel und die Baukunst war die Romanisierung von großem Nutzen.

Mit der Eroberung brachten die Römer neue Nahrungsmittel nach Gallien. So wurde zum Beispiel bereits zu ihrer Zeit Wein an der Mosel angebaut. Neben dem Weinbau dehnte sich mit der Romanisierung auch der Steinbau aus. Die heutigen Städte Trier und Metz legten auf diese Weise eine bedeutende gewerbliche Tätigkeit an den Tag.

Auch das Verkehrsnetz entwickelte sich prächtig. So ordnete der Feldherr und Straßenbauer Marcus Vipsanius Agrippa, Berater des Kaisers Augustus, den Bau der Straße zwischen Lyon und Niederrhein an. Ein weiteres Beispiel für die Entwicklung des Straßennetzes ist die Fernstraße Metz-Trier. Sie diente unter anderem dazu, die römischen Legionen in der Rhein-Gegend zu versorgen. Diese führt durch Dalheim.

Die hervorragende Fernsicht sowie die hohe Lage von ungefähr 325 Metern waren Prämissen um Dalheim in der Planung der Fernstraße zwischen Lyon und dem Rhein eine wichtige Rolle zufallen zu lassen.

Auf dem hochgelegenen heutigen „Pëtzel“ teilte sich die Heerstraße, die aus Thionville nach Dalheim führt, in zwei Richtungen. Hierbei führte der westliche Teil über die Sauer und Wasserbillig bis nach Trier. Die östliche Strecke führte in der Nähe von Stadtbredimus über die Mosel. Man kann also davon ausgehen, dass die Römer Dalheim als Etappenort für ihre Fernstraße zwischen Metz und Trier vorgesehen hatten. Dieser Etappenort, Ricciacus genannt, sollte sich später zu einer eindrucksvollen Stadt mit mediterranen Zügen, Tempeln, Theater und weiteren öffentlichen Bauten entwickeln. Dies kommt daher, dass die Fernstraße zu einer der wichtigsten Handelsstraßen der nordgallischen Provinz wurde.

Des Weiteren entstanden Herbergen, Werkstätten und Läden, welche darauf hinwiesen, dass die Bevölkerung der Siedlung in großer Prosperität lebte.

VICUS RICCIACUS, wie man die bedeutende Römersiedlung Dalheims ursprünglich nannte, erlebte vom 2. Jh. n. Chr. bis hin zur ersten Hälfte des 3. Jh. n. Chr. seine Blütezeit. Danach zeigten sich die Germanen in Gallien wieder zunehmend präsent. Als es im Jahr 275 n. Chr. zu einer germanischen Masseninvasion kam, wurde die Siedlung durch Brandschatzung zerstört. 
 
Daraufhin wurde die Siedlung wieder aufgebaut, bevor sie um 353/356 n. Chr. abermals von den Germanen zerstört wurde. Dies brachte eine erneute Reduzierung des Siedlungsraums mit sich.

Mit dem Beginn der Völkerwanderung verschwindet der Vicus Ricciacus vorerst von der Landkarte.

Ein Vicus war eine Ansiedlung von Handwerkshäusern und ländlichen Betrieben, welche in unmittelbarer Nähe einer Fern- oder Verbindungsstraße lag. In einem Vicus gab es zudem noch Verwaltungs- und Erzeugungszentren. Relevant war auch der Handel, wodurch ein Vicus zu einem Marktort wurde. Seine Hauptfunktion war jedoch, den Händlern, Handwerkern und Landleuten eine Unterkunft zu bieten.

Source:

"Vu Ricciacus via Dalahem op Duelem" édité par la fanfare de la commune de Dalheim à l'occasion de son 100e anniversaire

 

 
Illustrations

   
   

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